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Abwasseraufbereitungsanlagen
Geschrieben von: Administrator   
Montag, den 06. Oktober 2008 um 10:13 Uhr
Abwasserbehandlung, Abwasseraufbereitung, Umwelttechnik
Oberbegriff für die gezielte Veränderung der Abwasserbeschaffenheit (siehe dazu DIN 4045). Alle Techniken mit dem Ziel der schadlosen Ableitung, Reinigung, Verwertung, Rückgewinnung von wieder verwendbaren Wertstoffen und Senkung des Abwasseranfalls.
Die mechanische Abwasserbehandlung dient der Abtrennung von Feststoffen; grobe Stoffe werden beispielsweise durch Rechen, Sand im Sandfang, aufschwemmende Stoffe wie Fette und Öle durch sog. Leichtstoffabscheider, sink- und absetzbare Stoffe (oft nach einer Neutralisation) im Vorklärbecken zurückgehalten. Bei der biologischen Abwasserreinigung wird die Fähigkeit von Mikroorganismen genutzt, organische Substanzen zu metabolisieren. Dieser Prozess ist der natürlichen Selbstreinigung der  Oberflächengewässer nachgeahmt, wobei das Verfahren durch die Konzentrationserhöhung an Bakterien usw. und durch die Sauerstoffzuführung in Form von Luft in den biologischen Kläranlagen wesentlich beschleunigt wird.

Kleinkläranlagen als individuelle Dauerlösung auf hohem techn. Niveau
Kleinkläranlagen müssen so errichtet und betrieben werden, dass sie den allgemein anerkannten Regeln der Technik und der DIN 4261 entsprechen. Die Auswahl des geeigneten Verfahrens richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten, der Bodenbeschaffenheit, den allgem. Erfordernissen und der Nutzungsart. Nur so kann von der zuständigen Behörde eine Genehmigung erteilt werden.

Bei den Reinigungsverfahren werden heute nur noch vollbiologische Reinigungsanlagen mit Bauartzulassung genehmigt:

Die klassische Dreikammerausfaulgrube ..... schon lange nicht mehr genehmigungsfähig

Bei diesem Verfahren wurden in drei Kammern die Schlammanteile nach und nach abgeschieden. Das vorgereinigte Wasser wurde dann über einen Verteilerschacht mit Stoßbeschickung der Untergrundverrieselung zugeführt. Dort erst fand die biologische Nachreinigung statt. Besonders in Wasserschutzgebieten war dieses Verfahren schon lange umstritten. Da aber bis heute noch eine Vielzahl von Anlagen in Betrieb sind, sei hier noch einmal der Aufbau einer Dreikammerkläranlage mit Stoßbeschickung und nachfolgender Untergrundverrieselung dargestellt.

Vollbiologischen Aufbereitungsverfahren:
Anlagen nach DIN 4261 Teil 2 zur biologischen Reinigung häuslicher Abwässer aus Ein- und Mehrfamilienhäusern, Wohnsiedlungen, Gaststätten, Heimen, Sportanlagen etc.
Die zur biologischen Behandlung erforderlichen Einbauteile wie Tauchbelüfter und Tauchpumpen werden entweder in einer, aus werkseitig hergestellten Beton- bzw. Stahlbetonfertigteilen erstellten Anlage eingesetzt, oder in einer funktionstüchtigen Mehrkammerabsetz- oder Mehrkammerausfaulgrube gem. DIN 4261 Teil 1 nachgerüstet.
Die Anlage besteht aus Vorklärung und biologischer Stufe. Die Vorklärung dient zur Speicherung des Primär- und Sekundärschlammes sowie zur Pufferung des Zulaufwassers. Das Puffervolumen beträgt min. 50% der theoretischen Tageszulaufmenge. Die Beschickung der Belebung erfolgt über eine kommunizierende Röhre. Die Belüftungsphase beträgt 6 Stunden, hinzukommen 2 Stunden für die Absetzphase sodass der gesamte Aufbereitungszyklus 8 Stunden beträgt. Der Klarwasserabzug dauert ca. 20 min.

Festbettanlage für 4 bis 50 EW
Festbettanlagen sind Anlagen mit Abwasserbelüftung und -rückführung nach DIN4261 Teil2, zur biologischen Reinigung häuslicher Abwässer aus Ein- und Mehrfamilienhäusern, Wohnsiedlungen, Gaststätten, Heimen, Sportanlagen etc.
Die kompakte  Anlage wird nach dem Baukastenprinzip hergestellt. Die zur biologischen Behandlung erforderlichen Einbauteile wie Belüftungseinrichtung, Abwasserverteiler und Festbett werden entweder in eine aus werkseitig hergestellten Beton- bzw. Stahlbetonfertigteilen erstellten Anlage eingesetzt oder in einer funktionstüchtigen Mehrkammerabsetz- oder Mehrkammerausfaulgrube gem. DIN4261 Teil1 nachgerüstet.

Nutzen Sie die Gelegenheit und fordern Sie Ihre Beratung und ein unverbindliches Angbot ein:
E-Mail:         Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 16. Februar 2009 um 21:39 Uhr