Wärmeabgabe optimieren und Kosten sparen...
Erholung für Portemonnaie und Raumklima
Nicht nur im Winter und den Übergangszeiten spielt die Heizungsanlage eine zentrale Rolle.
Unter Beachtung einiger Grundregeln und Maßnahmen kann man einen optimalen Heizungsbetrieb sicherstellen. Wenn man vor, während und am Ende der Heizperiode darauf achtet, gehören überhöhte Heizkostenabrechnungen der Vergangenheit an. Man kann ohne großen Aufwand oder Investitionen die verbrauchte Energie effizienter nutzen und unnötige Verluste vermeiden.
Um den täglichen Energieverbrauch für Warmwasser und Heizung, sowie etwaige Verluste zu vermeiden, kann man schon vor der Heizsaison mit einfachen und kostengünstigen Sofortmaßnahmen die vorhandenen Potenziale besser nutzen.
Thermostatventile statt offener Fenster
Wer die Wärme im Haus durch das Öffnen der Fenster reguliert, erreicht damit selten ein konstantes Raumklima – und heizt für teures Geld ständig auch den Garten mit.
Über Thermostatventile dagegen kann man in jedem Raum bewusst die Temperatur einstellen, bei der man sich am wohlsten fühlt – sei es im Wohnzimmer oder im Bad. Um diese Wohlfühltemperatur dann auch bequem und ohne jeglichen Aufwand konstant zu halten, empfiehlt sich daher die Montage solcher Thermostatventile an den Heizkörpern. Sie lassen sich auch nachträglich leicht installieren. Der Wohnkomfort erhöht sich merklich bei einem gleichmäßigen Raumklima. Der Verbrauch sinkt sogar um bis zu 20 Prozent und die Investition rechnet sich bereits nach kurzer Zeit.
Eine ökonomische Warmwassertemperatur
Heißwasser braucht in der Regel nicht heißer als 55-60°C sein. Eine maximal auf 60 Grad eingestellte Warmwassertemperatur spart nicht nur bis zu 10 Prozent der dafür benötigten Energie. Auch die Kalkablagerungen können dadurch verringert werden. Dadurch ergibt sich nicht nur ein erhebliches Spareffekt sondern auch eine bessere Werterhaltung, weniger Unterhaltskosten und eine längere Lebensdauer. Wenn die Warmwassertemperatur mehr als 60°C beträgt, kann diese von einem Fachmann neu justieren werden.
Wärmegedämmte Leitungen
In ungeheizten Räumen sollten Heiz-& Warmwasserleitungen unbedingt isoliert werden, um tagtäglich unnötige Wärmeverluste zu vermeiden. Nach zwei Jahren hat die Isolierung die Materialkosten wieder reingeholt.
Frischluftzufuhr der Heizung
Jede Heizung braucht Frischluft. Dabei sollte aber nicht gleich der ganze Heizungsraum auskühlen und unnötig Wärme verloren gehen. Im Normalfall ist eine Frischluftöffnung mit Durchmesser 130 mm ausreichend.
Von Beginn an kostenüberschauend heizen
Möbel, Vorhänge etc. die vor Heizkörpern stehen, behindern die optimale Wärmeabgabe in den jeweiligen Räumen! Wenig genutzte Räume müssen nicht dauernd wohltemperiert sein – hier können die Thermostate runtergedreht werden.
Der Brenner der Heizanlage verbraucht bei der Verbrennung Luft. Staub beeinträchtigt die Verbrennung. Störungen am Brenner werden immer häufiger. Des weiteren ist eine Verbrauchssteigerung sowie die des Schadstoffausstoßes die Folge. Daher ist es Ratsam den Heizungsraum zu Beginn der Heizperiode zu säubern!
Die Frischluftöffnung sollten mit einem Schutzgitter versehen werden. Ca. 30 Minuten nach Heizungsinbetriebnahme sollten man überprüfen ob die Heizkörper in den Räumen warm werden. Es muss nicht gleich am Thermostat gedreht werden wenn die Heizkörper nicht die gewünschte Temperatur aufweisen! Ursachen dafür können eine Umwälzpumpe außer Betrieb, Brenner falsch eingestellt oder Wasserfehlstand sein. Eventuell muss Wasser nachgefüllt oder die Heizkörper entlüftet werden.
Der Winter kann kommen
Selbst in der kalten Vorwinterzeit, sowie im Winter brauch man keine überhitzten Räume um sich wohl zu fühlen!
Ideales Wohlfühlklima und ein effizienter Energieverbrauch sind kombinierbar, wenn man einfache Grundregeln beachtet.
Man sollte die Wetterprognosen in das jeweilige Heizverhalten mit einbeziehen.
Ist mildes Wetter angesagt, reicht oftmals der Nacht - oder Sommerbetrieb der Anlage. Ein Ganzjahresregler schaltet die Anlagen automatisch um. Jedes °C mehr erhöht die Kosten bereits um 6 Prozent.
Die Heizkurve
Eine falsch eingestellte Heizkurve ist die häufigste Ursache für überhitzte Räume. Als Faustregel gilt: Ist der ungünstigst gelegene Raum ausreichend warm so ist die Heizkurve optimal. 4 bis 5 Tage nach Neueinstellung sollte die Wirkung überprüft werden, gegebenenfalls erfolgt eine weitere Korrigierung.
Sinnvoll Lüften
Ein Dauerlüften mit gekippten Fenstern kostet viel Energie und die Luftqualität lässt auch zu wünschen übrig! Mehrfaches kurzes Stoßlüften am Tag (5 - 10 Minuten) verhindert unnötige Wärmeverluste und bringt mehr Frischluft für ein angenehmes und gesundes Raumklima.
Bei dauerhaftoffenem Fenster ist das Thermostat in die Frostschutzposition zu drehen.
Der Sommer kommt
Wenn die Tage wärmer werden, werden die Räume bei vollem Heizungsbetrieb leicht überheizt. Auch wenn es nur eine erste Wärmeperiode ist, kann man die Heizung ganz
abstellen – und problemlos wieder hochfahren, falls sich nochmals ein Kälteeinbruch ankündigt. Wenn das Warmwasser elektrisch aufbereitet wird, kann die Heizung in der Übergangszeit und im Sommer komplett abgestellt werden. Wenn die Heizung das Warmwasser aufbereitet, kann diese auf Sommerbetrieb oder Wartebetrieb umgeschaltet werden. Anlagen mit Ganzjahres-Reglern schalten bei milderer Witterung selbstständig ab. Sie verfügen über eine automatische Winter-Sommer-Umschaltung und müssen nicht mehr manuell umgestellt werden. Bei manuellem Betrieb kann der Heizungsfachmann die Heizgrenz-Temperatur einstellen. Wichtig: bei älteren Heizungsanlagen muss auch die Umwälzpumpe mit umgestellt werden.
Störungen aufdecken
Eine regelmäßige Kontrolle nach Ablauf der Heizperiode (nach Möglichkeit zum gleichen Zeitpunkt) ermöglicht einem zu sehen, wie viel Energie die Heizung verbraucht hat, und die Optimierung erfolgreich war. Des weitern lassen sich so Störungen gleich erkennen und kurzfristig beheben. Die Energiebuchhaltung kann außerdem im Fall einer Sanierung oder Erneuerung dem Installateur helfen, eine energie- und kostengünstige Anlage ganz nach Ihren Bedürfnissen zu planen.
Der Verbrauch lässt sich am einfachsten am Öl- oder Gaszähler sowie den Rechnungen ablesen. Der Jahres-Energieverbrauch sollte nach Möglichkeit jährlich zum gleichen Zeitpunkt mit Datum in eine Tabelle eingetragen, die den Verbrauch pro Jahr angibt sowie die Abweichung gegenüber dem Vorjahr! Ist der Verbrauch gesunken, war die Optimierung der Heizungsanlage von Erfolg! Ist die Reduzierung minimal sollte man sich nicht verunsichern lassen. Kalte Winter oder geänderte Gebäudenutzungen können Schwankungen um ca. 10 Prozent nach oben oder unten verursachen.
Nachhaltig heizen: auch die Heizungsanlage dankt für regelmäßige Inspektion!!!
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